Samstag, 12. april 2008
Wasserstoff als Kraftstoff
© 2002 Sven Geitmann, www.hydrogeit.de, Berlin
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Eigenschaften
Die Bezeichnung „Wasserstoff" existiert bereits seit dem Jahr 1787. In diesem Jahr
„taufte" der Franzose Lavoisier den Wasserstoff als „hydrogène" (hydor = Wasser,
griechisch; genes = erzeugend). Das bedeutet soviel wie „Wasser-Bildner".
Wasserstoff (H) tritt hauptsächlich als Molekül auf, da sich meist zwei Wasserstoff-
Atome zusammentun zu H2. In der Natur kommt auch das H2-Molekül nur selten allein
vor, weil es sich meist sehr schnell ein Sauerstoffatom (O) sucht und zu Wasser
(H2O) reagiert.
Unter Umgebungsbedingungen ist Wasserstoff gasförmig (GH2: engl. Gaseous
Hydrogen). Die maximale Temperatur von flüssigem Wasserstoff (LH2: engl. Liquid
Hydrogen) beträgt bei Umgebungsdruck lediglich -253 °C. Die einzige Substanz, die
einen noch tieferen Siedepunkt aufweisen kann, ist Helium (-270 °C).
Wasserstoff ist
• ungiftig und nicht reizend
• umweltneutral, nicht wassergefährdend
• geruchlos
• geschmacksneutral
• unsichtbar
• leicht flüchtig
• im Freien nicht explosiv
• nicht radioaktiv
• nicht krebserzeugend
Merkmale
• Häufigstes Element im Weltall mit etwa 55 % Gewichtsanteil.
• 1/6000 der Wasserstoff-Atome der Erde sind „Schwerer Wasserstoff" = Deuterium
= D mit 1 Neutron im Atomkern.
• 1/Billiarden der Wasserstoff-Atome der Erde sind „Überschwerer Wasserstoff" =
Tritium = T mit 2 Neutronen im Kern; Tritium zerfällt nach 12 Jahren in das Helium-
Isotop ( 2
3 He).
• Kann auch mit anderen Oxidanten als Sauerstoff reagieren, z. B. mit Chlor oder
Lachgas.
• Brennt im ultravioletten Bereich (310 ŋm). Kann Sonnenbrand verursachen.
• 10mal geringere Wärmeabstrahlung bei der Verbrennung im Vergleich zu anderen
Brenngasen, wegen des Mangels an Kohlenstoff.
• Verbrennung: H2 + ½ O2 􀃆 H2O (+ 289,5 kJ/mol)
• Wasser enthält 11,2 Gew.-% Wasserstoff.
• Die Entspannung von Wasserstoff bei Normaltemperatur zu einer geringfügigen
Erwärmung („negativer Joule-Thompson-Effekt"), weil der Umkehrpunkt (TU = -73
°C) im Gegensatz zu den meisten anderen Gasen unterhalb der Umgebungstemperatur
liegt.
Wasserstoff als Kraftstoff
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• Ein Gas-Gemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff im Verhältnis 2:1 heißt „Knallgas",
da es bei einer Entzündung mit einem Knall reagiert. Diese Reaktion wird
u.a. zum Nachweis von Wasserstoff verwendet (Knallgas-Probe).
• Für das menschliche Auge sind die Flammen tagsüber so gut wie nicht sichtbar,
da sie im ultravioletten Bereich strahlen.
• Die Verbrennungsgeschwindigkeit ist relativ hoch, so dass sich die Flammen
zwar schnell ausbreiten, ein Feuer aber auch schnell wieder vorbei ist.
• Wegen der geringen Stoff-Dichte steigt das Gas sehr schnell auf. Gasgemische
in der Nähe der unteren Zündgrenze weisen jedoch eine ähnliche Dichte auf wie
Luft, so dass sie sich kurzfristig auch seitwärts bewegen können.
• Die Mindest-Zündenergie ist relativ gering.
• Die Hitze-Abstrahlung ist relativ gering, weil keine glühenden Kohlenstoff-
Partikel vorhanden sind, die Wärme abstrahlen könnten. Dadurch besteht die
Gefahr, unbeabsichtigt in die unsichtbare, kaum wahrnehmbare Flamme zu greifen.
• Es wird kein Rauch oder Qualm erzeugt, solange nicht andere Substanzen mitbrennen.
• Es ist nicht ratsam, ein Feuer löschen zu wollen. Es ist besser, die Kraftstoff-
Zufuhr zu verhindern, so dass dem Feuer die Nahrung ausgeht, und gleichzeitig
umliegende Objekte mit Wasser zu kühlen. Sollte ein Löschversuch unternommen
werden, könnte die Flamme eventuell zwar gelöscht werden, es könnte aber
noch weiterhin Wasserstoff ausströmen, der sich dann eventuell etwas später
woanders wieder entzündet oder eine Explosion auslöst. Außerdem ist es
schwierig, eine Flamme zu löschen, die fast unsichtbar ist.
Flüchtiger Wasserstoff
Wasserstoff ist sehr leicht flüchtig. Dies spiegelt sich im großen Diffusionskoeffizienten
sowie dem großen Dichteunterschied zu Luft wieder. Gelangt gasförmiger Wasserstoff
in die Umgebung, durchmischt er sich sehr schnell mit Luft und unterschreitet
dementsprechend rasch die untere Zündgrenze. Der hohe Diffusionskoeffizient
und die geringe Viskosität haben ihre Ursache in den sehr kleinen Molekülen. Dies
bewirkt zum einen, dass er sich sehr rasch mit Luft vermischt, aber zum anderen
auch einfach durch engste Spalten entweichen kann.
Wird flüssiger Wasserstoff freigesetzt, erwärmt sich dieser durch seine hohe Wärmeleitfähigkeit
und die große Temperaturdifferenz gegenüber Luft relativ schnell, so
dass er verdampft. Die Gefahr einer großflächigen Lachenbildung wie bei Benzin
entsteht somit nicht, und es breiten sich auch keine brennbaren Dämpfe am Boden
aus. Falls jedoch ein großer Tankbehälter schlagartig seinen gesamten Inhalt freisetzt
oder eine LH2-Leitung für flüssigen Wasserstoff abreißt, so dass sich doch eine
Lache bildet, verdampft diese sehr schnell.
Wasserstoff ist genau wie Benzin, Diesel, Erdgas oder Propan ein Energieträger.
Alle Energieträger, egal welcher Art, verfügen über ein gewisses Gefahrenpotential,
weil sich Energie nicht so einfach kontrollieren lässt. Die Risiken, die mit der Speicherung
von Energie verbunden sind, sind bekannt. Sie gelten im Allgemeinen als
so gering, dass die Handhabung der Energiespeicher kaum eingeschränkt wird.
Trotzdem gibt es gewisse Regeln, die aus Sicherheitsgründen eingehalten werden
sollten. Werden die Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten, kann es zu Unfälle
kommen. Die meisten Unfälle können demnach auf grobe Fahrlässigkeit zurückgeführt
werden.
Wasserstoff als Kraftstoff
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Verbrennung
Kommt Wasserstoff mit Luftsauerstoff in Kontakt und wird die erforderliche Zündenergie
zugeführt, so „verbrennt" beides gemeinsam zu Wasser. Dabei werden bis
zu 90 % der Energie wieder abgegeben, die vorher zur Spaltung des Wassers aufgebracht
werden mussten. Bei seiner Verbrennung entsteht, abgesehen von Wasser
in Form von Wasserdampf, nur noch eine sehr kleine Menge Stickoxid durch die
Reaktion mit Luftstickstoff. Es entstehen keine Kohlenwasserstoffe, keine Schwefeloxide,
kein Kohlenmonoxid, nicht einmal Kohlendioxid (CO2), welches bei jeder
Verbrennung von fossilen Brennstoffen entsteht und im wesentlichen für den Treibhauseffekt
verantwortlich ist.
Herstellung von Wasserstoff
Insgesamt werden jährlich in Deutschland ungefähr 20 Mrd. m3 Wasserstoff erzeugt,
weltweit sind es etwa 500 Mrd. m3. Dies entspricht sowohl bundesweit als auch
weltweit einem Anteil von jeweils 1,5 % des Energiebedarfs. Rund 40 % des momentanen
Bedarfs könnte gedeckt werden, indem der Wasserstoff verwendet wird, der in
der Industrie als Nebenprodukt anfällt. Zum Teil bleibt dieser Anteil jedoch völlig
ungenutzt.
Ansonsten wird H2 meist direkt dort produziert, wo es auch benötigt wird. Allerdings
wird lediglich 5 % der Gesamtmenge auf dem freien Markt gehandelt.
Tab. 1: Herstellungsmenge von Wasserstoff in Milliarden Nm3
Deutschland Welt
Dampfreformierung von Erdgas oder Naphta 6 190
Partielle Oxidation von Schweröl 3 120
Petrochemie: Benzinreformierung 2,5 90
Petrochemie: Ethylenproduktion 3,6 33
Sonstige chemische Industrie 0,9 7
Chlor-Alkali-Elektrolyse 0,9 10
Kohlevergasung (Koksgas) 2,1 50
Gesamt 19 500
Quelle: DWV
Zur Wasserstoff-Herstellung sind viele unterschiedliche Methoden möglich (s. Tab.
1), die im folgenden näher erläutert werden sollen. Dies umfasst zum einen die Verwendung
von fossilen Rohstoffen als Ausgangsprodukt und zum anderen die Elektrolyse,
die lediglich Wasser und Strom benötigt. Alle Verfahren haben jedoch gemein,
dass sie mehr oder weniger viel Energie benötigen.
Soll der Wasserstoff nach seiner Erzeugung flüssig gespeichert werden, muss er auf
-254 °C (= 20 K) abgekühlt und verflüssigt werden. Heutige Verflüssigungsanlagen
leisten ungefähr 10 bis 15 Tonnen Wasserstoff pro Tag. Zur Verflüssigung wird ungefähr
1/3 der im Wasserstoff gespeicherten Energie benötigt.
Zur Herstellung von Wasserstoff ist relativ viel Energie notwendig, da dieses Element
eine hohe Bindungsenergie besitzt. Die Sauerstoff-Atome sind nur sehr schwer
von den Wasserstoff-Atomen zu trennen. Deswegen kommt Wasserstoff in der Natur
so gut wie nie allein vor, da sich das H2-Molekül immer ein Sauerstoffatom sucht und
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zu Wasser reagiert (oxidiert). Würde man für diesen Vorgang Energie benutzen, die
aus Primärenergieträgern erzeugt worden ist, wäre dies langfristig betrachtet nicht
sinnvoll. Es ist ökologisch betrachtet unsinnig, Kohle zur Energiegewinnung unter
Schadstoffausstoß zu verbrennen, um mit der daraus gewonnenen Energie Wasser
aufspalten zu können, damit dann Wasserstoff als „schadstofffreier Energieträger"
genutzt werden kann. Mit Hilfe der Sonnen- oder Windenergie stünde jedoch ein
nahezu schadstofffreies Verfahren zur Verfügung.
Kosten
Die Bestimmung des aktuellen Preises von Wasserstoff ist ein sehr schwieriges Unterfangen,
weil er je nach Herstellungsverfahren sehr stark variiert. Dabei spielt sowohl
die Produktionsmethode als auch der Weg der Energie-Erzeugung eine wesentliche
Rolle.
Momentan liegt der Liter-Preis für Wasserstoff je nach Herstellungsverfahren durchschnittlich
bei 0,50 Euro, was knapp 2,- Euro für einen Liter Benzin entsprechen
würde. Als Vergleichsgrundlage wird hierbei das so genannte Benzin-Äquivalent
herangezogen. Für die Umrechnung wird die vorgegebene Energiemenge an Wasserstoff
mit der gleichen Energiemenge von Benzin gleichgesetzt. Man erhält dann
als Ergebnis, dass ein Liter Benzin etwa die vierfache Menge Wasserstoff entspricht.
Brennstoffzellen
Die Brennstoffzelle (BSZ) ist prädestiniert für die Umwandlung der im Wasserstoff
gespeicherten, chemischen Energie. Es eignen sich jedoch auch diverse Kohlenwasserstoff-
Verbindungen (Erdgas, Biogas, Propan usw.) für die Nutzung in Brennstoffzellen.
Die einzige Voraussetzung ist, dass der Wasserstoff-Anteil dieser Kraftstoffe
möglichst hoch ist.
Angefangen hat die BSZ-Technik bereits vor über 160 Jahre. Im Jahr 1838 fand der
Professor Christian Friedrich Schönbein (1799 bis 1868) von der Universität Basel
experimentell heraus, dass Elektrizität freigesetzt werden kann, wenn Wasserstoff
mit Sauerstoff (oder Chlor) reagiert. Ein Freund Schönbeins, der walisische Richter
Sir William R. Grove (1811 bis 1896) erfuhr von diesem Polarisationseffekt und
forschte selbstständig weiter. Grove deutet dieses Phänomen als die Umkehrung der
Elektrolyse und erkannte, dass auf diese Weise elektrische Energie erzeugt werden
kann. Er schaltete mehrere einzelne Elemente in Reihe und nannte seine Vorrichtung
„Gasbatterie" (1839). Damals wurde kaum Notiz von seiner Arbeit genommen,
aber jetzt im nachhinein gilt er als der Erfinder der Brennstoffzelle.
Erste, ernstzunehmende Forschungsarbeiten gab es zuerst in den sechziger Jahren
im Zuge der Raumfahrt und dann wieder in den achtziger Jahren des zwanzigsten
Jahrhunderts. Intensiviert wurden die Entwicklungsarbeiten jedoch erst in den neunziger
Jahren. Speziell in den letzten Jahren hat das Interesse am Einsatz der BSZTechnologie
sprunghaft zugenommen. Indikatoren hierfür sind unter anderem eine
deutlich zunehmende Anzahl von Firmengründungen, Demonstrationsanlagen, Prototypen,
Veröffentlichungen und Vorträgen in diesem Bereich sowie erhöhte Aktivitäten
bei der Bildung nationaler bzw. internationaler Wasserstoff-Verbände und Forschungsprojekte.
Ein wesentlicher Punkt, weswegen die Brennstoffzelle teilweise hochgelobt wird,
liegt in ihrer Fähigkeit, chemisch gespeicherte Energie direkt in Strom umwandeln zu
Wasserstoff als Kraftstoff
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können. Konventionelle Stromerzeuger benötigen meist einen dreistufigen Umwandlungsprozess.
Wird beispielsweise Benzin in einem Verbrennungsmotor eingesetzt,
dann wird zuerst die chemisch gespeicherte Energie des Kraftstoffes in der Brennkammer
des Hubkolben-Motors freigesetzt. Die dabei abgegebene thermische Energie
bewirkt eine Volumenänderung, wodurch Bewegungsenergie erzeugt wird. Diese
kinetische Energie kann eine Welle antreiben, so dass mit Hilfe eines Generators
elektrische Energie erzeugt werden kann. Während dieser Prozedur treten an mehreren
Stellen Verluste auf, und der Gesamt-Wirkungsgrad nimmt mit jeder Umwandlung
weiter ab. Eine Brennstoffzelle hingegen kann direkt die im Wasserstoff gespeicherte
Energie in Strom umwandeln. Verständlicherweise bedeutet dieser kürzere
Weg auch einen höheren Wirkungsgrad. Darüber hinaus besitzt die
Brennstoffzelle keinerlei bewegliche Teile, so dass keine Reibungsverluste und
damit auch kein Verschleiß und kaum Geräusche auftreten.
Funktionsweise einer BSZ
Wasserstoff (H2) ist von sich aus bestrebt, zusammen mit Sauerstoff (O2) zu Wasser
(H2O) zu reagieren. Dazu bedarf es keiner externen Energiezufuhr, statt dessen wird
sogar Energie abgegeben (endotherme Reaktion). Vielfach wird bei dieser Reaktion
an die Knallgas-Reaktion gedacht, die eventuell im Chemie-Unterricht anhand eines
lauten Knalles veranschaulicht wurde und dadurch besonders gut in Erinnerung
geblieben ist. Bei einer derartigen Reaktion sind ebenfalls Wasserstoff und Sauerstoff
als Ausgangsprodukte beteiligt. Es muss jedoch reiner Sauerstoff vorhanden
sein, der unter einem ganz bestimmten Verhältnis (1:2) mit Wasserstoff vermischt
und dann gezündet wird. Lediglich unter diesen speziellen Umständen kommt es zu
einer derart lauten Reaktion. Es passiert hingegen nichts, wenn zu wenig Sauerstoff
vorhanden ist oder das Mischungsverhältnis abweicht oder die Zündquelle fehlt.
Demzufolge kann es in einer Brennstoffzelle zu keiner Knallgas-Reaktion kommen.
Der Sauerstoff wird meist der Luft entnommen und ist daher mit 79 Vol.-% Stickstoff
vermischt. Außerdem befindet sich im Inneren einer Brennstoffzelle keine Zündquelle,
und Wasserstoff und Sauerstoff sind voneinander getrennt. Der Kraftstoff soll
zwar mit dem Sauerstoff reagieren, aber nicht schlagartig. Deswegen spricht man
bei diesem Vorgang auch von der „kalten Verbrennung".
Es gibt mehrere verschiedene Arten von Brennstoffzellen. Einen groben Überblick
über die unterschiedlichen BSZ-Typen gibt die folgende Tabelle.
Tab. 2: Vergleich verschiedener BSZ-Arten
Kraftstoff Betriebs-
Temp.
elektr. Wirkungsgrad
Flächenleistung
Bemerkung
AFC H2 60 - 80°C 60 % - CO2-frei, 2bar
DMFC CH3OH
(Methanol) 80°C 40 - 50 % - -
PEMFC H2 80 - 100°C 40 - 50 % 0,6W/cm2 CO < 20ppm
PAFC H2 200°C 40 - 45 % 0,2W/cm2 CO < 1 %
MCFC H2 (CH4,
Biogas) 650°C 55 - 60 % 0,1 W/cm2 -
SOFC H2 (CH4) 800 - 1.000°C 60 % 0,4W/cm2 -
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Speicherung
Eine Speicherung ist notwendig, weil Wasserstoff nicht immer an Ort und Stelle erzeugt
werden kann, wo er gebraucht wird. Außerdem stimmt in Mitteleuropa das Energieangebot
der Sonne nur schlecht mit dem Energiebedarf überein. Im Sommer,
wenn weniger Energie benötigt wird, scheint die Sonne stark. Im Winter, wenn deutlich
mehr Energie verbraucht wird, scheint sie jedoch nur begrenzt. Zudem gibt es
starke tageszeitliche und wetterbedingte Schwankungen der Sonneneinstrahlung.
Ähnliches gilt für die Windenergie oder andere alternative Konzepte. Es muss jedoch
für eine gute Energieversorgung möglich sein, auch kurzfristig hohe Energiemengen
zur Verfügung zu stellen in sogenannten Spitzenzeiten.
Die Speicherung eines jeden Energieträgers ist immer mit Risiken verbunden, weil
sich Energie nicht so einfach einsperren lässt. Energie will frei sein. Kein anderes
Lebewesen als der Mensch versucht, Energie hochkomprimiert zu horten. In der Natur
ist es eher so, dass viel Energie auf wenig Raum Leben zerstört. Viel Energie
bedeutet immer auch viel Wärme bzw. viel Bewegung, und das ist nur schwer mit
den uns bekannten Lebensformen vereinbar.
Kraftstoff-Tanks sind dementsprechend extrem hohen Belastungen ausgesetzt. Sie
müssen Energie mit möglichst hoher Dichte speichern, müssen zum Teil hohe Temperatur-
Unterschiede aushalten und außerdem (bei mobilen Behältern) eine Beförderung
mit ihren Erschütterungen und Schwingungen ermöglichen.
Ehemalige Bedenken, dass Wasserstoff sich nicht als Kraftstoff für Fahrzeuge eignen
würde, weil die Speicherung noch nicht zufriedenstellend geklärt sei, sind längst
Vergangenheit. In den letzten Jahren hat sich jedoch speziell in diesem Bereich sehr
viel getan. Es gibt mittlerweile neue Techniken zum Aufbau von Wasserstoff-Tanks.
Es gibt Materialien, die auch stärkster Belastung standhalten. Und das Brenn- bzw.
Explosions-Verhalten von Wasserstoff ist zunehmend besser bekannt.
Im Laufe der Entwicklung von Speichermedien für Wasserstoff gab es eine Vielzahl
von Methoden, denen zum Teil hervorragende Aussichtschancen zugesprochen
wurden. Teilweise wird an einigen Verfahren immer noch geforscht, andere Projekte
wurden eingestellt. Es ist vor diesem Hintergrund durchaus möglich, dass durch diese
Weiterentwicklung bereits totgesagte Verfahren wieder hervorgeholt werden.
Zur Zeit gibt es jedoch nur maximal drei wirklich aussichtsreiche Speichermethoden:
• die Speicherung von gasförmigem Wasserstoff in Druckbehältern,
• die Speicherung von flüssigem Wasserstoff in vakuumisolierten Behältern,
• die Einlagerung von Wasserstoff in Metallhydriden.
Anwendungsgebiete
Bei der praktischen Anwendung von Wasserstoff als Kraftstoff muss unterschieden
werden zwischen der bisherigen Anwendung als Industriegas und der zukünftigen
Anwendung als potentieller Energieträger in einer solaren Wasserstoff-Wirtschaft.
Bisher beschränkte sich die Nutzung von Wasserstoff (meist als Gas) auf industrielle
Prozesse in Raffinerien oder bei der Fetthärtung und auf die Herstellung von Düngemitteln
(Ammoniak-Synthese), Kunststoffen, Kunstharzen sowie Lösungsmitteln.
Dieser Bereich soll an dieser Stelle nicht weiter beleuchtet werden.
Wenn hier von der Nutzung der zukünftigen Wasserstoff-Technologie die Rede ist,
ist damit die Verbrennung entweder in Hubkolben-Motoren oder in Brennstoffzellen
gemeint. Allein die Brennstoffzelle umfasst ein sehr großes Anwendungsgebiet. NeWasserstoff
als Kraftstoff
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ben Verbrennungsmotor gibt es ansonsten nur noch die katalytischen Brenner als
einsetzbare Energiewandler.
Grundsätzlich ist der Einsatz von Brennstoffzellen bei Klein- und Kleinstverbrauchern
ebenso möglich wie bei großen Kraftwerken. Pilotanlagen zur Versorgung gesamter
Häuserkomplexe existieren ebenso wie Demonstrationsobjekte für Laptops,
Handys, Staubsauger oder Fahrräder.
Ausblick
In der Bevölkerung nimmt die Neugier zum Thema Brennstoffzelle und Wasserstoff-
Technik stetig zu, und dementsprechend reagiert auch der Markt. Seitens der Industrie
sind mittlerweile immense Anstrengungen bei der Erforschung und Entwicklung
dieser neuen Technologie unternommen worden, und erste Erfolge können bereits
verbucht werden.
Die ersten Brennstoffzellen sind schon käuflich auf dem Markt zu erwerben, wenn
auch noch zu überteuerten Preisen. Die primären Einsatzgebiete umfassen dabei
Camping, Segelyachten und Notstrom-Aggregate. Es werden weitere Systeme folgen,
die für die Haus-Energieversorgung eingesetzt werden können. Darüber hinaus
werden kleine Exemplare die Energiezufuhr für Laptops, Mobiltelefone usw. übernehmen.
Erst danach wird der Einsatz in Kraftfahrzeugen folgen.
Bis zum Jahr 2020 sollen etwa 50 % der abgesetzten BMW-Fahrzeuge über einen
Wasserstoff-Antrieb verfügen. Demgegenüber gibt Opel einen Anteil von ca. 10 %
und DaimlerChrysler mit 10 bis 20 % bis zum Jahr 2010 an.
Wasserstoff kann durchaus sicher
gehandhabt werden,
solange seine speziellen Eigenschaften -
manchmal besser, manchmal schlechter
und manchmal nur anders
im Vergleich zu anderen Kraftstoffen -
berücksichtigt werden.
von Esson-Musial veröffentlicht in: Antriebe der Zukunft Community: Auto und was dazu gehört.
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Dienstag, 8. april 2008
Der Opel 4 PS, im Volksmund Opel Laubfrosch genannt, sind die Opel-Modelle die zwischen 1924 und 1931 produziert wurden.

Der Opel 4/12 PS, das Grundmodell, war das erste in Deutschland am Fließband gebaute Automobil und wurde bis 1926 produziert. Weitere „Laubfrösche" waren der 4/14 PS zwischen 1924 und 1925, der 4/16 PS zwischen 1925 und 1926, der 4/16 (4/18) PS zwischen 1926 und 1930, sowie der 4/20 PS, auch 1,1 Liter genannt, zwischen 1929 und 1931.

Im Frühjahr 1924 rollte der erste Opel 4/12 PS vom Band. Im Gegensatz zu den damals üblichen Automobilen war er klein und grün statt groß und schwarz und wurde deshalb vom Volksmund Laubfrosch genannt. Rund 120.000 Stück wurden zwischen 1924 und 1931 gebaut. Der Ein-Liter-Motor brachte das Auto auf eine Spitzengeschwindigkeit von 60 km/h.


 

 

 

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Dienstag, 8. april 2008
Der Wanderer W24 ist ein Pkw der Mittelklasse, den die Wanderer-Werke 1937 herausbrachten.

Das Fahrzeug hatte einen 4-Zylinder-SV-Reihenmotor mit 1,77 Litern Hubraum vorne eingebaut. Er entwickelte 42 PS bei 3500 1/min. Über ein 4-Gang-Getriebe mit Schalthebel in der Wagenmitte trieb er die Hinterräder an. Die Wagen mit Kastenrahmen hatten blattgefederte Starrachsen (hinten die von DKW übernommene Schwebeachse) und gab es als Limousinen mit 2 oder 4 Türen als 4-sitziger Tourenwagen oder als 2-türiges Cabriolet welches mit damals ca. 300 gebauten Exemplaren der heute gesuchteste Oldtimer und nach dem W52 k seltenster und teuerster Oldtimer von der Firma Wanderer ist.

Insgesamt entstanden bis 1940 ca. 23.000 Exemplare.





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Dienstag, 8. april 2008
Der im September 1936 vorgestellte F7 war dann konventioneller. Endlich hatten Reichsklasse und Meisterklasse identische Karosserien und unterschieden sich nur in der Ausstattung. So war eine rationellere Fertigung möglich. Unter der Motorhaube schnurrten die bekannten Motoren mit 18 resp. 20 PS. Da Ende der 30er Jahre die Kombination aus Motorradmotor und Holzkarosserie nicht mehr zeitgemäß war (Die Wagen verkauften sich zwar noch prächtig, aber der KdF-Wagen, alias VW Käfer. stand vor der Türe und das zu einem politisch diktierten Preis von 990 Mark. Als Antwort entstand in der Entwicklungsabteilung in Chemnitz der DKW F9 - Ganzstahlkarosserie, Frontantrieb und 3- Zylinder-Zweitaktmotor sollten die Eckdaten sein. Allerdings war an einen Produktionsstart vor 1940 nicht zu denken.
Der DKW F7 ist ein Frontantriebs-Pkw, den die DKW-Werke 1937 als Nachfolger des Modells F5 herausbrachten. Die Änderungen im Aussehen waren gegenüber den Vorgängern gering, jedoch hatte die Reichsklasse die längere Karosserie der Meisterklasse mit den hinten angeschlagenen Türen. Unterschiede gab es nur in Motorisierung und Ausstattung.

Die Fahrzeuge hatten die 2-Zylinder-Zweitakt-Reihenmotoren ihrer Vorgänger (0,6 Liter Hubraum mit 18 PS für die Reichsklasse bzw. 0,7 Liter Hubraum mit 20 PS für die Meisterklasse) vorne eingebaut. Über ein 3-Gang-Getriebe mit Krückstockschalthebel trieben sie die Vorderräder an. Auf die Zentralkastenrahmen waren kunstlederbespannte Sperrholzkarosserien aufgesetzt. Beide Fahrzeuge waren als 2-türige Limousinen, Cabrio-Limousinen oder Vollcabriolets verfügbar.


 

 

 


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Dienstag, 8. april 2008

1918-1923 Benz 27/70 PS mit 7,1l-Sechszylinder
von Esson-Musial veröffentlicht in: Oldtimer Community: Auto und was dazu gehört.
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Donnerstag, 27. märz 2008


22. Teilemarkt mit Oldtimer-Treffen
am 20. April 2008 in Mühldorf a. Inn



Für Fahrzeuge bis Baujahr 1973 PKW LKW Motorrad Schlepper Modellauto

Rennbahnstadion an der B12 Festzeltbetrieb ca. 8000 Besucher

Wir bieten für Teilnehmer mit Fahrzeugen bis Baujahr 1973:
- kostenloser Eintritt zum Teilemarkt!
- kostenloser Parkplatz auf dem Stadiongelände

logo_teilemarkt.jpg


 

luft_1.jpgluftaufnahme.jpg


 

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Samstag, 22. märz 2008
Adler-K7-17.jpg















Ein Fahrzeug der Frühzeit von Adler. Das Modell 7-17 PS ersetzte den 6/14 PS. Besonders auffallend bei diesem Wagen ist, dass das Dach am Kühler angeleint wurde.

Technische Daten / Specifications:
km/h 60                                                        kg/leer 760

Zylinder 4R 
ccm 1768
PS 17
U/min 1400 Debüt


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Samstag, 22. märz 2008
S3500187_640x480.jpg Im Jahre 1934 folgte der Hanomag Rekord, der mit einem
1.500 ccm mit 32 PS ausgestattet war. Eine herausragende
Innovation an diesem Fahrzeug war die Abkehr von der
Thermosyphon-Kühlung hin zur Wasserpumpe und der
Schritt, von seiten- zu kopfgesteuerten Motoren. Der Rekord
wurde von 1934 bis 1940 als Limousine und Cabriolet gebaut.
Ab 1937 wurde auch ein Dieselmotor mit 35 PS angeboten.


Hanomag Rekord zweitürig
Geräumige Ganzstahl-Karosserie
des Herstellers Ambi-Budd


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Samstag, 22. märz 2008
S3500186.JPGS3500186-Kopie-1.JPG













Der Hanomag 3/17 PS Typ N 53 ist ein Kleinwagen, den die hannoversche Firma Hanomag 1932 als Nachfolger des Typs 3/16 PS vorstellte.

Der Wagen war gegenüber dem Vorgänger etwas länger und breiter geworden und bot jetzt 4 vollwertige Sitze, sowohl in der Limousine als auch in der Cabrio-Limousine an. Zweisitzer wurden nicht mehr angeboten. Der Motor mit nach wie vor 797 ccm leistete 17 PS.

Gleichzeitig erschien der Hanomag 4/23 PS Typ N 63, der das Modell 4/20 PS Typ 63 ersetzte.

Im Folgejahr bekam der kleinere Wagen einen stärkeren Motor und nannte sich nun Hanomag 3/18 PS Typ 900. Sein 898 ccm - Motor leistete 18 PS.

Analog dazu brachte man den 4/23 PS als Hanomag 4/23 PS Typ 11 heraus. Der Wagen war etwas schwerer geworden und hatte breitere Reifen. Außerdem gab es wieder ein Vollcabriolet.

Von allen 4 Typen zusammen wurden 12.950 Fahrzeuge hergestellt. 1934 ersetzte der Hanomag Garant das Modell 4/23 PS.

 


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Freitag, 21. märz 2008
S3500185_640x480.jpg















Die Mercedes-Knight-Modelle wurden vom Technischen Direktor Paul Daimler ab 1910 aufgelegt. Zu diesem Zweck erwarb die Daimler-Motoren-Gesellschaft die Patente des US-Amerikaners Charles Yale Knight (1868-1940) für einen Verbrennungsmotor, dessen Ladungswechsel nicht durch Ventile, sondern durch Hülsenschieber gesteuert werden.

Diese Motoren laufen leiser als mit Ventilen bestückte Motoren und liefern schon bei niedriger Drehzahl ein hohes Drehmoment. Hohe Drehzahlen sind aber auf Grund der großen bewegten Massen nicht realisierbar: Hülsenschieber sind viel schwerer als Ventile. Dies begrenzte beim damaligen technischen Stand des Getriebebaus die Höchstgeschwindigkeit der Autos auf ca. 85 km/h. Zudem reagieren Knight-Motoren empfindlich auf mangelnde Wartung und Schmierung, da die thermisch hochbelasteten Hülsenschieber dann fressen.


 

Der Schiebermotor ist eine besondere Bauart eines Zwei- oder Viertaktmotors. Im Gegensatz zum ventilgesteuerten Motor, der ruckartig beschleunigte Ein- und Auslassventile hat, wird der Schiebermotor über gleichmäßig auf- und abbewegte, kreisende oder drehende Schieber gesteuert.

180px-Bristol_Perseus_sleeve_valve_radial_engine.jpg

 


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